Daniel Philip Schuster
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Die offizielle Internetseite von Daniel Philip Schuster

Wer guckt eigentlich DSDS?

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 21. Februar 2008 um 18:39 Uhr

Ich gebe es offen und gerne zu: DSDS wurde in dieser Staffel noch nicht ein einziges Mal von mir geschaut. Und ich habe mich lange gefragt, warum die Sendung überhaupt ausgestrahlt wird, wenn sie dem Image von RTL so schadet. Schließlich musste der Kölner Sender 100.000 Euro Strafe zahlen, weil Kandidaten öffentlich ins Lächerliche gezogen wurden werden.

Doch es muss ja Menschen geben, die sich diese Perle des Proletariaten TVs gerne anschauen. Bis jetzt habe ich auf jugendliche Minderbemittelte getippt. Oder welche, die es werden wollen. Mario Barth Fans. Atze Schröder Liebhaber. Massenmörder. Ossis. Ja, auch Wessis. Auf Leute, die bei Popstars oder Starsearch rausgeflogen sind. Auf Leute, die genauso sind wie die Teilnehmer. Oder auf 9Live Zuschauer. Oder noch viel schlimmer: Alles zusammen! Doch vollkommen überrascht stellte ich so eben fest: DSDS wird nur von Dieter Bohlens Verwandten angeguckt. Na, da wundert einen doch nichts mehr, gell?

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Wieso ich unbedingt den Schatz des Sultans haben möchte.

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 19. Februar 2008 um 19:36 Uhr

Ja ja, die wunderbare Fernsehwelt. Kreativ. Hochwertig. Niveauvoll. Vielfältig. Bitte? Ja, wirklich! Vielfältig! Manchmal. Früher mal. Manchmal auch heute. Ich habe hunger. Auf etwas süßes. Auf Schokolade. Und um mich abzulenken, zappe ich quer durch die deutsche Fernsehlandschaft. Und bleibe bei kabeleins hängen. “Abenteuer Alltag” oder war es “Leben”? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall werden großartige Skulpturen aus edler Schokolade gefertigt und bewertet. Viel Schokolade. Meine Zunge bekommt bereits die ersten Stromschläge, als sie mehrmals die Mattscheibe streift.

Mal schauen, was man noch für Nippes bei ebay ersteigern kann. Ich brauche Ablenkung. Hm, Schokoladenbrunnen. Großartig. Ich wende mich wieder der Vielfältigen Welt des Fernsehens zu und schalte zu Vox. Dort läuft die Sendung “Wissenshunger” und zeigt (wohlgemerkt zeitgleich) einen Bericht über, na? Genau: Den Grand Prix der Patisserie mit dem Motto: “Der Schatz des Sultans” Und begleitet teilweise die selben Mitbewerber. Ich will diesen Schatz haben!

Es ist Dienstag, die aktuelle Finanzwelt hat wunderbare Skandale über die man mit zig Sondersendungen berichten könnte, und ich habe zufällig einen enormen Schokoladendefizit. Wieso berichten ausgerechnet jetzt zwei Fernsehsender zeitgleich über zwei Meter hohe Kunstwerke aus feinsten Schokoladenkreationen? Das ist doch unfassbar!

Ich wanke hin und her, sehe vor meinem inneren Auge eine gigantisch lange Zunge, die sich wie Loch Ness durch ein Meer von schmackhafter Zartbitter Schokolade schwimmt. Ich sehe mich vor einem zwei Meter hohen Schokoladenbrunnen stehen, mit dem Kopf direkt in der Schokolade steckend, während mich die Milkakuh lauthals anfeuert, möglichst viel Schokolade in mich hinein zu saugen. Wenn ich heute Abend noch einen einzigen Bericht über diesen Schokoladenwettbewerb sehe, werde ich meinen Fernseher bei nächster Gelegenheit gegen einen Schokoriegel tauschen. Und einen Brief an die Programmdirektoren von Vox und Kabeleins schicken. So etwas unverantwortliches. Ich möchte, nein, ich will sofort Schokolade. Egal woher. Danke!

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Ich unterhalte mich nicht mehr mit Google!

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 15. Februar 2008 um 15:24 Uhr

Liebe Freunde der gepflegten Kommunikation: Ich bin schockiert! Ist es Ihnen schon einmal aufgefallen, dass man sich nicht mehr Unterhalten braucht? Inzwischen lässt sich so ziemliche jede Frage mit Hilfe des Internets beantworten. Wenn ich bei Xing jemanden eine Frage stelle, bekomme ich die Antwort: „Schau doch bei Google.“. In Werbeagenturen wird sich für gewöhnlich wenig unterhalten. Doch selbst dort wird man gesagt bekommen: Frage Google.

Nun bin ich einer dieser Menschen, die sehr viel Wert auf persönliche Kommunikation legen. Und wenn ich die Antwort „Schau doch mal bei Google“ bekomme, werde ich inzwischen leicht aggressiv. Ich möchte nicht bei Google schauen, ich will mich unterhalten. Meine Sprahche benutzen, ungekürzt, und ohne den Vorschlag „Meinten Sie: Sprache“. Ich möchte gerne eine ausschweifende Antwort haben, ohne zwischen neun Millionen Antworten wählen zu müssen. Bin ich denn der Einzige, der zwar die Vorzüge des Internet schätzt – Aber nun mal auch gerne soziale Grundbedürfnisse pflegen möchte?

Es ist schön, dass Kinder ungeschützt auf Pornographie und Waffenbauanleitungen zugreifen können. Ganz leicht innerhalb weniger Sekunden. Es ist doch großartig, wie schnell sich rechtsradikales Gedankengut finden lässt. Alte Freunde. Neue Feinde. Wie leicht sich Adressen herausfinden lassen. Ja, das eigene Haus kann man mit Google Earth sogar von oben betrachten. Das ist doch wirklich ein Fortschritt. Arbeitsplätze werden geschaffen, um Seiten für Google zu optimieren. Nur wer intelligent und für oftmals viel Geld optimiert, steht unter den ersten zehn Suchergebnissen.

Ich weiß inzwischen sogar, dass meine 68jährige Nachbarin nackt ein Sonnenbad nimmt. So eine wertvolle Information wäre früher niemals an das Licht der Öffentlichkeit getreten. Wie gesagt: Google hat Vorzüge, allerdings zu viele auf einmal. Daher bevorzuge ich Menschen mit Ecken und Kanten. Und nicht Google.

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Christel Wegner - Eine neue Mauer mit Blümchenmuster

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 14. Februar 2008 um 22:30 Uhr

Die Mauer mit Blümchenmuster

Haben Sie es nicht auch langsam satt, immer nur ihre eigenen vier Wände zu sehen? Wären neue Mauern nicht mal was schönes? Eine Politikerin aus Niedersachsen (HEIMAT!) spielt ein wenig Tine Wittler und will eine neue Mauer bauen. Das kann man verstehen. Ein neues Jahr beginnt und alte Farben und Tapeten sollen durch frische Wohndesigns ersetzt werden. Doch die Sache hat einen Haken: Christel Wegner will mit dieser Mauer Deutschland teilen. Und sowas würde Tine Wittler nur dann tun, wenn ihr eigener Wohnraum zu klein wird. Beziehungsweise sie zu groß. Wie dem auch sei:

“Der Bau der Mauer war in jedem Fall eine Maßnahme um sozusagen zu verhindern, dass weiterhin Westdeutsche in die DDR konnten.”, sagte sie. Aha. Richtig. Da wollte jeder hin! Und niemand raus! Deswegen gab es ja auch die Stasi.

Die will Frau Wegner auch wiederhaben. Wenn eine neue Gesellschaft das Land bevölkert, so wird sie zitiert. Und wenn Sie daheim den Begriff “Stasi” mit einer italienischen Nudelvariante verbinden, liegen sie falsch: Gemeint ist tatsächlich die Staatssicherheit. Mehr “Basta!” als “Pasta” also. Und während die Pasta noch durchaus etwas mit Tine Wittler zu tun hat, so tut es die Stasi keinesfalls. Auch wenn Tine Wittler ihr Team stetig überwacht und bei Bedarf reagiert. Wenn auch nicht so drastisch. Gruselig gucken kann sie trotzdem.

Und wenn die Stasi wieder eingeführt wird, kann man auch weitere TV-Sendungen in den deutschen Alltag bringen, als nur “Einsatz in 4 Wänden”. “Die Wahrheit und nicht als die Wahrheit” zum Beispiel. Als Stasi-Special. Oder “Big Brother”. Und wenn Wegner die Mauer dann schick tapeziert, mit Blümchenmuster vielleicht… da lässt sich bestimmt der ein odere andere Einrichtungsfan von überzeugen. Ne schicke Bogenlampe davor, nen Flokati und auf gehts. Und dann heißt es auch nicht mehr “Einsperren”, sondern “Cocooning”. So habe ich es in vielen Folgen “Einsatz in 4 Wänden” gelernt.

Außerdem: Solche politischen Forderungen sind keinesfalls neu. Kurz nach Hitler gabs die Idee ja immerhin schonmal. Und auch die Satire-Partei der Titanic fordert seit langer Zeit, die Mauer neu zu errichten. Es gibt bloß einen kleinen Unterschied: Wegner ist keine Satire. Und das halte ich für gefährlich: Ich hab es zuerst für Satire gehalten.

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Ich gründe meine eigene Kirche (6): Wir wollen Tom Cruise!

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 12. Februar 2008 um 20:12 Uhr

Was macht man, während man Bruce im Ersten guckt? Richtig: Man schreibt Pressemitteilungen für die Gründung einer eigenen Kirche. Voila: Cleanearth gegen Scientology – Neue Kirche will Tom Cruise als „Werbe-Gläubigen“

Daniel Schuster als Tom Cruise

“Es ist ein großer Fortschritt im Internet und nebenbei auch in der Religion.” führt Gründer und Vorstandsmitglied Daniel Philip Schuster ein. Der selbst ernannte Nationalpsychologe und Kabarettist, der zuletzt mit einem Schienenersatzverkehr im PKW von sich reden machte, hat ein neues Projekt: Er gründet eine eigene Kirche. „Scientology ist groß und international, aber sie tun nicht das, was sie in den Medien anpreisen. Wir machen das, wozu Tom Cruise in seinem Video aufgefordert hat.“

Cleanearth, so der neue Name der interaktiven Kirchengemeinde, soll bald schon mehr Mitglieder haben als Scientology selbst. Die Namensgebung war schwierig genug. Für kurze Zeit war das Projekt unter „Signtology.de“ im Internet zu finden, wurde allerdings wegen rechtlicher Schwierigkeiten umbenannt. Nun heißt die neue Kirche inklusive Internetseite cleanearth.de.

Nachdem ein Video von Tom Cruise im Internet auftauchte, in dem er während einer Scientology-Versammlung fragte: „Do you wanna clean this place up?“, war Daniel Schuster schockiert. „Es ist eine großartige Idee, und keiner setzt sie um. Das ist eine Vision, die umgesetzt werden muss – unter allen Umständen und mit allen Mitteln.“

Wer jetzt böses denkt: Cleanearth ist Satire. Und das, was Daniel Schuster möchte, ist nichts anderes, als den Planeten zu putzen. Mit Staubwedel und Spülmittel. Nicht mehr, und nicht weniger. „Das Säubern der Erde ist unser Auftrag. Der ganze Dreck muss von unserem Planeten gefegt werden.“. Der 19Jährige Gründer geht selbst mit gutem Beispiel voran: In seinen Videos sieht man ihn im Tom Cruise - Outfit verschiedene Ortschaften putzen, während Passanten verstört in die Kamera schauen. „Das sind Ungläubige. Die hätten wohl nie Gedacht, dass jemand diese Pläne wirklich mal umsetzt.“

Auch wenn sich erst wenige Besucher in das Gläubigerbuch eingetragen haben, ist sich Schuster seiner Sache sicher: „Die werden schon noch kommen. Auch Tom Cruise kann gerne unser Werbepartner werden und sich ebenfalls online auf unserer Seite eintragen, wenn er etwas für die Umwelt tun möchte. Mutterkuchen bekommt er soviel er will. Ich bin mir sicher, wir finden einige Spenderinnen.“

Was aus der Kirche wird – Man darf gespannt sein. Daniel Schuster ist sich jedenfalls sicher in seiner Sache: Die Lache von Tom Cruise hat er nachweislich drauf wie kein Anderer und die Internetseite verspricht viel – Inzwischen kann man sogar einen „Eignungstest“ machen.

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Ich gründe meine eigene Kirche (5): Cleanearth.de

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 9. Februar 2008 um 23:00 Uhr

Nach vielen Gedankengängen bin ich nun direkt vor meiner neuen Kirche angekommen. Der neue Name ist gefunden, sogar die Homepage ist schon umgezogen: CLEANEARTH KIRCHE DEUTSCHLAND. Ausgesprochen ergibt sich das wunderbare Wort “Cleaners”. Ist doch ein super Name für eine Kirche voller religöser Reinigungszeremonien, gelle? Ein neues Video ist inzwischen auch aufgetaucht. Ebenso findet man auf der Seite nun die 10 Gebote der CE-Kirche und ein paar kleine inhaltliche Veränderungen. Ich hoffe auf viele Gläubige.

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Ich gründe meine eigene Kirche (4)

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 7. Februar 2008 um 20:27 Uhr

Mein Gott! Liebe Gemeinde, liebe Freunde der Sekten und welche, die es werden sollten, ich hab sie ja schon gelöscht. Tausende, nein: Millionen Ratschläge habe ich bekommen. Ich soll es auf jeden Fall lassen, wurde gesagt. Diese Sache mit Signtology ist doch krank.

Erstaunlicher Weise bezogen sich diese Zitate nicht auf meinen geisteskranken Plan, eine eigene Kirche zu gründen, sondern auf den Namen dieser Kirche: “Signtology”.  Wenn ich also in der nächsten Woche meine ersten Portraits als Jesus-Ikone online stelle, wird Deutschland wohl hellauf begeistert sein. Der Name “Signtology”, so alle meine Arbeitskollegen / Verwandten / Freunde / Fremde würde sich genauso anhören wie Scientology. Sie wissen schon, diese Kirche. Marke. Friedensorganisation. Vorbild. Oder Sekte, wie manche meinen.

Das war mir natürlich nicht bewusst. Diese Ähnlichkeiten sind ja fast schon gruselig gewesen. So viele Dinge, die sich ähneln… Obwohl ich vorher natürlich noch nie was von Scientology gehört habe. Nachher werde ich noch abgemahnt. Weil ich eine kriminelle Organisation an den Pranger stelle, die gar keine kriminelle Organisation ist. Denn wenn Scientology eine kriminelle Organisation wäre, würdeich es ja offenkundig schreiben dürfen. So muss ich fürchten, viiiiiel Geld für hoffentlich nicht nur meine Meinung zu bezahlen. Und dabei brauche ich das Geld doch, um meine eigene Kirche nach vorne zu bringen. Tja, und so suche ich nun nach einem passenden Namen, der keine Ähnlichkeit mit Scientology aufweist.

Ieslarm.de wäre eine gute Alternative. Cadolish.de ist auch nett. Fatikahn.de vielleicht. Obwohl, da könnte mich Oliver Kahn verklagen, weil es sich so ließt wie “Vati Kahn”, und er ist ja nunmal Vater und somit hat er auch die Rechte an dieser Domain. Genauso wie an Vatikan.de, wenn sich die Kirche diesen Namen hätte nicht schützen lassen. Hm. Es ist so schwierig. Allen würde ich auf die Füße treten, egal wie ich die Buchstaben und mich drehe und wende. Wie nenne ich denn eine neue aufstrebende Kirche mit potenziellen acht Milliarden Anhängern allein im Landkreis Herford? betn? mysekte.de? Oder vielleicht Cruisology? Den finde ich eigentlich sehr gut. Oder was meinen Sie, liebe Leser? Wie soll meine eigenhändig gebastelte Kirchenorganisation heißen? Würden Sie vielleicht sogar mit Ihrem Namen Pate stehen? Schreiben Sie mir!

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Ich gründe meine eigene Kirche (3)

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 4. Februar 2008 um 20:38 Uhr

Nun ist www.signtology.de in wirklich seriösen Farben zu bestaunen. Ein Eignungstest kann ebenfalls nun durchgeführt werden. Nach dem ausfüllen kann man dann hier in die Kirche eintreten. Morgen findet die erste Versammlung statt, die selbstverständlich wieder gefilmt wird. Die Signtology Kirche Deutschland strebt an, mehr Mitglieder zu bekommen, als die Scientology Kirche Deutschland. Ob uns das gelingt?

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Ich gründe meine eigene Kirche (2): Tom Cruise säubert die Erde

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 31. Januar 2008 um 22:29 Uhr

Ein Logo ist gefunden, und Signtology.de und Signtolegy.de sind auf meinen Namen registriert. Fehlt nur noch ein Grund, der Kirche beizutreten. Den habe ich nun bei youtube wirklich rein zufällig gefunden: Er hat es ja bereits angekündigt. Aber dass er es so ungenau macht, hätte keiner Gedacht.Tom Cruise reinigt die Erde, und vergisst dabei einige Kontinente vom Dreck zu befreien. Hier hat er es mit interessanter Finger-Tisch-Technik vorgetragen:

Und hier setzt er seinen schrecklichen Plan in die Realität um. Gesten und Rituale führt er privat anscheinend genauso aus wie auf der Bühne. Das kräftige Drücken, die Finger-Tisch-Technik, die Faust, das Lachen. Sehen Sie selbst:

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Scientology? Ich gründe meine eigene Kirche (1)

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 31. Januar 2008 um 0:39 Uhr

Bitte bezeichnen Sie mich nicht als Egoisten. Aber ich finde durchaus, dass ich inzwischen den Status erreicht habe, um eine Kirche zu gründen. Ja, wirklich. Wieso denn nicht? Wenn Scientology seit Jahren öffentlich zugänglich ist und geführt werden darf (Hui, die haben also einen Führer. Na, Sachen gibts.), darf ich ja wohl auch eine Kirche gründen. Auch mal heilig sein und so. Was besseres sein. Den Menschen einen Ort der Zuflucht geben. Den ersten Schritt habe ich gerade nach dem Bericht von Stern TV getan. Ich habe mir die Domain “Signtology.de” registrieren lassen, in der Hoffnung, morgen früh im Besitz dieser Adresse zu sein. Danach habe ich mir das viel zitierte Video angeschaut, sowie eine Parodie von Oliver Pocher, die ich, sagen wir es mal so, hm, naja, immerhin die Perrücke ist interessant.

Ich habe mein schwarzes Hemd gebügelt, mein schwarzes Sakko glatt gestrichen und einen teller Gold angesprüht, den ich als Medaillie tragen werde. Auch geübt habe ich schon vor dem heimischen Spiegel, wie ich möglichst so spreche, dass man denken muss, ich hätte es auswendig gelernt. Die Wohnung habe ich auch gesäubert. Von allen Übeln… Jetzt fehlt nur noch eine Kamera. Ich hoffe ich finde leichtgläubige Anhänger? Meldet Euch, und ich werde Euch von den Übeln dieser Welt erlösen. Wir werden was besseres. Wir setzen Zeichen. Wir werden eine Kirche 2.0. Mit verschleierten Texten und so. Total cool und voll fett. Oder so. Wir werden größer und bedeutsamer als diese komischen Scientologen. Wir werden “Signtology”.

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