Daniel Philip Schuster
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Die offizielle Internetseite von Daniel Philip Schuster

Abu-Ghuraib liegt nicht im Irak.

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 4. Juli 2008 um 23:10 Uhr

Sagt Ihnen der Begriff “Abu-Ghuraib” noch etwas? Richtig! Es handelt sich hier bei um ein Gefängnis im Irak, welches insbesondere leider erst durch einen Folter-Skandal im Jahre 2004, und anschließend 2006 noch einmal größere Aufmerksamkeit erregte. Jetzt kam es zu einem neuen großen Skandal:

Das Gefängnis ist in Wirklichkeit gar kein Gefängnis gewesen, sondern ein Partyraum der Freiwilligen Feuerwehr Oer-Erkenschwick, die dort Aufnahmerituale und Familienfeste gefeiert haben. Nun wurden neue Fotos aus “Abu-Ghuraib” veröffentlicht. Ebenso wurde jetzt bekannt, dass der spaßige Festsaal mit anliegendem Wasserspielplatz trotz des fremd wirkenden Namens “Abu-Ghuraib” nicht im Irak liegt, sondern in NRW:

“Der Name war eine Art Verschleierungstaktik von uns gewesen”, sagte einer der Anwesenden. Er führt weiter aus: “Wir haben uns diesen Namen ausgesucht, um nicht in Verdacht zu kommen, hier in Deutschland zu feiern. Wir wollten keine deutschen FKKler anzlocken. Auch Fernsehsender sollten bewusst von unseren Events ferngehalten werden - Pro7 hätte zum Beispiel eine eigene Fernsehshow mit Gülcan und Kader Loth produziert, wenn Sie von uns gehört hätten. Ich bin mir sicher, jetzt wird unser Konzept kopiert.”

Man habe sich mit den Spielen an vergangene und laufende Fernsehevents wie “Die Alm”, “Big Brother” oder “Menschen, Tiere und Doktoren” orientiert. Die verwendete Schuhcreme, mit der einer der Penisse eingeschmiert wurde, sowie der gepflegte Vorgarten und die fetten Bäuche sind eindeutige Zeichen für einen Ort in Deutschland.

Im Irak beispielsweise hätten die Passanten zumindest noch eine amerikanische Flagge als Knebel im Mund gehabt. Da können wir doch gespannt sein, welche Rücktritte wir zu erwarten haben - Und damit sind nicht die gemeint, die auf den Bildern zu sehen sind. Auf die sexuelle Vielseitigkeit der Deutschen!

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Wie günstig Amazon wirklich ist.

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 1. Juli 2008 um 22:39 Uhr

Es ist unglaublich. Da bin ich auf der Suche nach einem passenden Geburtstagsgeschenk für mich selbst und werde überrascht. Ich könnte das Schnäppchen meines Lebens schlagen. Vielleicht sollte ich mir gleich mehrere bestellen und teuer verkaufen? Und ich hatte schon immer das Gefühl, bei Amazon zu sparen.

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DSDS: Die Revolution vor dem Bremer Rathaus

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 1. Juli 2008 um 19:47 Uhr

Lesefaul? Diesen Beitrag gibt es auch zum anhören:

Medium: MP3
Link: MP3

Ein großes Unheil naht: Jens Böhrnsen, seines Zeichens Bürgermeister meiner geliebten Heimat- und Hansestadt Bremen, verbietete nun Dieter Bohlen und seinem Gefolge, Castings für “Deutschland sucht den Superstar” im Bremer Rathaus zu veranstalten: “Die Kandidatinnen und Kandidaten werden bei der Sendung vor einem Millionenpublikum mit Häme, Spott und Beleidigungen überzogen und lächerlich gemacht”, sagte der Sozialdemokrat. Nun wird in diversen Medien darüber berichtet.

Der oft zitierte “Konter” Bohlens, der selbstverständlich auf Bild.de veröffentlicht wurde, ist eine klare Ansage Bohlens gegenüber der großintellektuellen Minderheit in Deutschland: “Ich finde es sehr seltsam, wenn Politiker glauben, sie könnten ihren Wählern sagen, was sie gut und schlecht finden sollen. Bei uns kommen die Leute freiwillig, weil sie Spaß an der Sendung haben. Diesen Spaß hat der Bürgermeister den Bremern jetzt genommen.”

Es ist Bohlen wohl nicht bewusst, was er mit dieser Aussage einleitet. Eine eiskalte Revolution. Blutig. Schmierig. Und voller schrecklicher Ideen. So, wie das Fernsehprogramm von RTL ohnehin schon ist. Wir, die wenigen Kämpfer, die wie immer gehofft haben: “Ja, es gibt noch solche Dinge wie Niveau oder Gerechtigkeit”, wir werden vernichtet.

Ich sehe schon hunderte Hauptschüler, Arbeitslose und/oder Modern Talking Fans um den Bremer Roland herum stehen die voller Inbrunst brüllen: “Hängt ihn auf!”, “Nieder der Oberschicht” oder einfach nur: “Halte du doch der Fresse, die Arschkopf, du.”

Ich sehe Menschen, die gerade vielleicht 14 Jahre alt sind. Auch jüngere und wesentlich ältere sind dabei. Ganze Familien, die in diesen Tagen das erste Mal was anderes unternehmen, statt zusammen Fernsehen zu schauen. Sie haben T-Shirts am schwitzigen Körper kleben, auf denen “Diedder” steht, und lieben es, sich von der männlichen Oberdomina der modernen Jugendkultur im Glitzeranzug kräftig den ohnehin leeren Kopf einschlagen zu lassen.

Ich sehe achtjährige Mädchen die sich vor dem Rathaus anzünden, weil ihre Eltern Sie nach dem verlorenen “Germanys next Topmodel” Casting zuhause rausgeschmissen haben - Und nach dem nicht-stattfinden von DSDS in Bremen nun gar keine Einzige Möglichkeit besteht, irgendwie noch Fernsehvakuum zu werden.

Diese Menschen werden den netten Jens abwählen. Egal, ob es die anderen wollen oder nicht. Es wird etwas wie eine Diktatur geben. Ja! Bohlen als Bürgermeister von Bremen! Und er wird einiges ändern. Schulen werden abgeschaft, RTL wird der einzige Sender sein, der in Bremen empfangbar ist. Es wird eine menschenverachtende Zeit werden. Der “Weser Kurier” wird eingestellt - Die “BILD Bremen” übernimmt das Ruder. Der Chefredakteur der Lokalausgabe wird Bremer Propagandaminister und kontrolliert, dass immer etwas über die “Neue singende dumme Arbeiterpartei” berichtet wird.

Der Roland bekommt eine Gitarre umgehängt, die “Unser lieben Frauen Kirche” wird Bohlens neues Museum für seine verlassenen Frauen. Später zieht er selbst dort ein, weil es so schön Einbruchssicher ist. Alles intelligente, was Bremen noch hat, wird abgeschafft: Das Space-Park-Areal. Die 1-Euro-Shops in der Obernstraße. Bremen-Walle.  Auch alles musikalisch Schöne wird vernichtet. Denn der, der über viele Jugendliche urteilt, kann selber, wir dürfen es nicht vergessen, musikalisch rein gar nichts, außer in hoher Stimmlage singen und überbewertete Popsongs schreiben. Das bekommt auch ein Penner hin, dem aufgrund seiner kranken Einstellung gegenüber Sex mit Frauen schon einige Male in die Nüsse getreten wurde.

Doch ein Lichtblick bleibt: Die Bremer Stadtmusikanten - Sie bleiben. Denn ein Hahn, eine Katze, ein Hund und ein Esel singen genauso gut wie Bohlen selbst. Und das gefällt.

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Kalkofe für Seitensprünge

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 1. Juli 2008 um 19:02 Uhr

Gesehen. Verliebt. Weitergesagt.

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Die EM ist noch nicht gelutscht.

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 25. Juni 2008 um 22:44 Uhr

Schland

Eingereicht von Silke, herzlichen Dank!

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Eilmeldung: Heute Abend war wieder ein Fußballspiel.

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 18. Juni 2008 um 22:57 Uhr

Ja, es wird derzeit viel über die EM berichtet. Aber zum Glück sind die Inhalte immer äußerst wichtig, es gibt immer gute und wirklich intelligente Experten, viele neue I n f o s und, nicht zu vergessen: Überparteiliche Berichterstattung. Wollte es nur kurz angemerkt haben. Bravo!

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Warum die Drehbücher von CSI Miami eine Gefahr für unseren Wortschatz sind.

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 18. Juni 2008 um 22:20 Uhr

Kennen Sie diese Problematik, ein bestimmtes Wort immer und immer wieder in Ihren Unterredungen zu verwenden? Eine ominöse Eigenschaft, die der Mensch sich im Laufe der Zeit angeeignet hat, finden Sie nicht? Jeder von uns benutzt ein bestimmtes Wort oft mehrmals am Tag. “Schalalalaaaand” zum Beispiel. Oder “Benzinpreiserhöhung”.

Es ist diese Woche ganz besonders schlimm bei mir. Ich möchte fast sagen: Es ist krankhaft. Dieses eine sporadische Wort. Ich benutze es nach fast jedem zweiten Satz, während ich spreche. Ich verstecke mich inzwischen sogar hinter einer Sonnenbrille, weil es mir so unglaublich peinlich ist. Ich sage immer und immer wieder: “Eric?!”

Meine Nachbarn schauen schockiert, meine Eltern irritiert. “Wer ist Eric?” fragte wutentbrand mein Gatte. Und ich kann die Frage nur bedingt richtig beantworten: “Der Kollege von diesem Typen mit den orangen Haaren. In dieser komischen Serie mit drei Buchstaben, in der alle Darsteller von Neonröhren bestrahlt werden, als wäre die Pathologie eine Disko in den 70er Jahren. Auf diesem niveaulosen Sender mit drei Buchstaben.”

Ein Phänomen. Eine Seuche. Ich habe bereits Freunde und Feinde mit diesem Wortfetzen angesteckt. Es muss wohl so sein, wie damals bei Star Trek. Nachdem Commander Spock ein paar Folgen hinter sich hatte, entdeckten viele Deutsche das Wort: “Faszinierend”. Faszinierend. Auch er war von diesem Virus befallen, dieser neurotischen Drehbuchkrankheit. Als wenn irgendetwas übernatürliches einen dazu zwingt, ein Wort oder ein Satz immer wieder zu wiederholen. Auch 9Live Moderatoren und Bild-Schlagzeilen-Texter sind übrigens unheilbar an dieser grauenvollen Krankheit zu Grunde gegangen.

“Eric?!” Man kann es gar nicht oft genug sagen. Es ist, ich habe es gerade herausgesucht, ein Zitat aus der Fernsehserie “CSI Miami”, die derzeit auf RTL versendet wird. Und zwar direkt vor meiner derzeitigen Lieblingsserie “Dr. House”. Eric ist ein Charakter, der motorisch in ziemlich jeder Folge auftaucht. Der Charakter an sich ist nicht weiter interessant, nur die Momente, in dem Horatio (Ja, wieder so ein spannender Name!) dem aufmerksamen Zuschauer vermitteln will, dass er nun mit Eric spricht. Und das tut er zumeist mit: “Eric?!”

Es passt praktisch in jede Situation. Auf Kindergeburtstage, Beerdigungen, in Gerichtsverfahren, in der Psychatrie, während eines Schusswechsels, beim einkaufen, beim Sex, einparken oder kurz vor dem Abspann. Ein wörtlicher Universaleinwurf, der vielseitig einsetzbar ist. Würde ich Kinder haben, weitere Haustiere, würde ich eine Duftserie auf den Markt bringen, eine Zeitmaschine entwickeln, ein Mittel gegen Aids finden oder ein Möbelstück bei Ikea benennen dürfen - “Eric?!” wäre mein erster Einfall.

In der Serie selbst wird diese kreative Sprachexplosion auch vielseitig abgeändert: So wird aus “Eric?!” gerne mal auch “Eric.” oder “Eric!”. Selbst als Ergänzung passt es wunderbar in das ohnehin intellektuelle Drehbuch der Serie: “Er ist tot, Eric.”, sagt Horatio zu Eric, worauf Eric nicht “Eric!” oder “Eric?” antwortet, wie man es anhand des Namen von Eric “The Eric” Eric vermuten könnte, sondern: “Wie kann das sein?”. Man müsste hinzufügen: Ganz ohne Eric.

Das frage ich mich auch. Wie kann man diesen Namen dauernd in das Drehbuch einbauen? Ich würde gerne eine Antwort auf diese Frage bekommen. Falls sich noch jemand angesteckt hat - Bitte melden! Ich komme nicht mehr aus dem Haus, ohne meine Sonnenbrille abzunehmen, nachdenklich nach unten zu schauen und zu sagen: “Eric?!”. Und bevor mir noch ein Bettler in der Fußgängerzone den Stinkefinger zeigt, hätte ich gerne ein Gegenmittel. Bedankt.

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Deutschland: Dreiundvierzig Flaggen pro Bürger

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 16. Juni 2008 um 20:12 Uhr

Deutschland ist im EM-Fieber. Nein, Europa ist es. Man meint hier nur, es wäre Deutschland. Alle Leute sind vereint! Und Sie sind sich einig: Deutschland wird Europameister. Im Gedanken wahrscheinlich sogar Weltmeister.

Bereits 1939 war man derselben Ansicht, und auch da wurde man wenig später eines besseren belehrt. Oh, pardon, fühlen Sie sich angegriffen? Bei der Thematik wäre das nicht großartig verwunderlich. In Wirklichkeit ist es doch schön, so viel Nationalstolz. Und Verbundenheit fördert es auch. Ja. Sehr. Während bei der Weltmeisterschaft noch eine Deutschlandflagge aus dem Autofenster wehte, müssen es jetzt mindestens vier sein. Pro Fenster eine. Und auf der Motorhaube die fünfte. Man will ja zeigen, zu welcher Nation man gehört.

Doch auch ohne Fahnen ist es schnell ersichtlich. Ganz nach dem Grad der Besoffenheit, des Musikgeschmacks, der Parolen und des Benehmens kann man schnell erkennen: Aha, er ist Deutscher. Nur an der Intelligenz ist es schwer festzumachen, denn oftmals wurde die schon lange weggefoult.

Hier in unmittelbarer Umgebung hat ein Örtchen, welches sonst nur von älteren Generationen bevölkert wird, Ihrem Leben einen neuen, vielleicht sogar einen alten Sinn gegeben. Sie strömen aus ihren Bunkern mit einem einzigen Leitsatz: Deutschland verteidigen und unterstützen, um jeden Preis!

Und der ist teuer: Schwarz-rot-güldene Hauswände glitzern im Sonnentau, die deutsche Nationalhymne dröhnt in Ihrer Ursprungsform aus schwarz-rot-güldenen Boxen. Selbst Bratwürste wurden in den deutschen Nationalfarben eingefärbt. Der schwarz-rot-güldene Sonnenschirm wurde bestickt mit einem großen, sanft lächelnden Bundesadler und die graue Dauerwelle manch einer rüstigen Rentnerin wird mit einem schwarz-rot-güldenen Irokesen Haarschnitt aufgewertet. Die Männer tragen Kurzhaarschnitt oder Glatze, und spielen vor dem Altenheim neben Fußball auch Baseball und Pistolenschießen.

Der Hund der Schuberts, in der kleinen Gasse, Göbbelchen ist sein Name, will sich permanent selbst umbringen und versucht durch das schwarz-rot-güldene Blumenbeet auf die Straße zu stürzen. Traurig, wenn auch verständlich.

Doch die EM vereint nicht nur uns Deutschen mit uns Deutschen, nein, Sie sorgt auch für generationsübergreifenden Spaß: Jugendliche rennen mit Nationalfarbigen Klamotten bis auf die Unterwäsche auf die Straßen und singen irgendetwas zwischen: “Schlaaaaaan…” und “Leeeeoleeee”. Sie sind stolz auf ein Land, dessen geografische Fakten ihnen gänzlich unbekannt sind, dessen Politiker sie nicht namentlich nennen können und dessen Nationalhymnentext ihnen kurzerhand entfallen ist.

Und auch Geschichte bringt die EM wieder ans Tageslicht. Wie lange habe ich einen Satz wie: “Kann mal jemand die Türken töten” gehört? Die Deutschen bekommen anhand Ihrer eigenen Vertreter Ihre schlechte Geschichte ein weiteres mal vor Augen geführt. Ob Sie es verstehen? Oder braucht es noch ein paar Spiele, die nicht gewonnen werden? Auf die EM! Schlaaaaand!

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Wie die Bild-Zeitung die Taz anlügt.

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 26. März 2008 um 1:03 Uhr

“Liebe Kolleginnen von der taz, endlich kommen richtige Männer nach Berlin.”

Ah ja, genau. Männer, von denen jede Frau träumt. Vulgär. Eingebildet. Männer, die gerne lügen. Welche Frau wünscht sich nicht solche Herren? Männliche Götter, die heimlich schmutzige Texte schreiben. Texte, welche später dann neben nackten Frauen abgebildet werden, die selbst von 9Live dankend abgelehnt wurden. Jeder Frau der linksausgerichteten Tageszeitung, würde solch politisch unparteiische Herrschaften lieben und ehren, wenn nicht gar verehren. Eigentlich würde sogar jede Frau einen Bild-Mitarbeiter als Freund haben (Charlotte Roche, Eva Herman, Alice Schwarzer etc. mal ausgenommen). Es gibt sogar Männer, die sich, nur um den Bild-Redakteuren zu gefallen, umoperieren lassen. Warum eigentlich so bescheiden? Wenn wir ehrlich sind, wollen wir alle einen Bild-Redakteur ehelichen. Egal ob taz oder waz, ob Mann oder Frau, ob Tier oder Prominenz. Wer würde sich nicht über intime Details der Nachbarn freuen. Über private Sexvideos, Eigenurintherapien und Ehekrach. Welche Frau wünscht sich nicht das unzensierte Foto einer getöteten Mutter zum Frühstück? Oder die nackten Brüste ahnungsloser Strandbesucher (Platz 3 der meistgelesenen Leute-Artikel)? Sie nicht?

Lesen Sie nicht gerne solche wichtigen Informationen wie diese hier? Sie interessieren sich nicht für solch erhellende Schlagzeilen? Nein? Wirklich nicht? Was ist, wenn Sie ihr Freund beim Lesen von Bildblog.de erwischt? Werden Sie vor das Gericht gezehrt? Beschattet? Beim Strandbesuch fotografiert? Und wenn Sie dann irgendwann tot sind, wird das Bild Ihrer Leiche auf der Titelseite erscheinen? Mit ein paar Privatfotos in klein und der Schlagzeile: “SIE (73) ging mit schmutzigem Propagandablog fremd”? Nun, falls sie nun tatsächlich angst bekommen haben, und Ihre Ehe mit dem Bild-Journalisten rückgängig machen wollen… Auch dafür hat die Bild-Zeitung gleich eine Lösung parat. Vielleicht wird es doch eine gute Partnerschaft, Sie müssen sich nur an diese Tipps halten.

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Es fühlt sich an wie H5N1.

Verfasst von Daniel Philip Schuster am 14. März 2008 um 21:26 Uhr

Ist es nun endlich soweit gekommen? Ich sitze im Wohnzimmer und habe Kopfschmerzen, die sich auch nicht durch gesundes Essen, ruhiger Musik, langweiliges Fernsehen und diversen Pharmaka beenden lassen. Ich habe das neue Design der Seite online gestellt (bis auf diesen süßen Blog ist die komplette DPS-Seite jetzt in Farbe), habe Erdbeeren gezuckert, meinem Kater gestreichelt und Putenfleisch gegessen. Ahhh! Ist es das? Was habe ich nur getan! Im scheinheiligen Glauben, H5N1 wäre hier in Deutschland nicht mehr existent, muss ich nun schmerzhaft meinen eigenen Tod beiwohnen.

Ich spüre sie schon ganz deutlich, die langsame Verwesung meines Körpers. H5N1 würde auch die exzentrische Farbwahl meiner neuen Internetseite erklären. Ich sehe schrecklich aus. Meine Haare sehen aus wie die von Günter Netzer auf Extasy, mein Körper wie ein unbearbeiteter eines Germanys Next Topmodels ohne Brüste. Und ich habe noch nicht mal das dringende Bedürfnis, über jemanden herzuziehen. Derzeit gibt es ja auch kaum etwas, was für die ganze Familie lesbar und interessant wäre. Gut, Inzest ist derzeit ein beliebtes Thema. Aber für einen familienfreundlichen Blog wie meiner einer ist… Viel zu sexistisch.

Dennoch: Es gibt Neuigkeiten, die Leser dieses Blogs sicherlich interessieren werden: Die DPS Early Night hat einen der begehrten Kanalplätze des deutschen YouTube-Pendents “Sevenload” bekommen. Unter “Unsere Talente” kann sich der gewillte Zuschauer ab Mai/Juni die neuen Folgen der folgenreichen Late-Night anschauen. Und während man traurig zur Kenntnis nehmen muss, dass Niels Ruf mit seiner Late-Night bei Sat.1 einen Unterschlupf gefunden hat, und bei Galileo per Videobeweis gezeigt wird, wie eine 1-Cent-Münze sich im Darm verhält, und wie sie wieder herauskommt, bin ich schon intensiv mit den Vorbereitungen der Early Night beschäftigt. Frei nach dem Kredo: “Nieder dem Proletariat!” versuchen wir niveauvolle und intellektuelle Inhalte zu vermitteln. Wo wir wieder bei Inzest wären. Vielleicht wird es in unser Showfamilie ja auch brisante Fälle geben? Wir erinnern uns zurück: Fran Meissner hatte mit mir schon einige Affären. Gut, ich hab sie ausreichend dafür bezahlt. Aber geht das so weiter? Wird Fran Meissner die Early Night und mich wieder beehren? Wir können gespannt sein.

Und noch etwas schönes: Es wird eine 10 Minütige Sonderfolge der Early Night geben, ganz im Zeichen amerikanischer Serienproduktionen werden wir eine Musicalepisode drehen. Und an dieser Stelle sei Larß Riske herzlich eingeladen, einen eigenen Part zu übernehmen. Als Jesus Christ Superstar vielleicht, oder Mr. Hyde. Auch die beliebte Rubrik “Daniel und Claudia singen Lieder, die sie nicht können”, die zu Radiozeiten der Early Night große Erfolge feierte, wird in abgeänderter Version reanimiert: Wir werden in Fußgängerzonen die Damen und Herren einladen, Lieder zu singen, die sie nicht kennen. Ich finde, deutlicher kann man den aktuellen Castingtrend nicht parodieren. Wir werden sehen.

All diese Dinge setzen allerdings voraus, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht per Stromschlag getötet und danach verbrannt wurde. Wollen wir also hoffen, dass es sich nicht um H5N1 handelt, sondern um ganz einfaches BSE. In diesem Sinne!

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